Medikamentöse Therapien zur Überwindung der Angst

Januar 2017


Angststörungen werden in erster Linie psychotherapeutisch behandelt. In einigen Fällen ist eine unterstützende medikamentöse Therapie sinnvoll. Wir zeigen Ihnen hier, welche Medikamente bei Angsterkrankungen besonders häufig eingesetzt werden.

Anxiolytika

Anxiolytika (angstlösende Medikamente) sind Medikamente, die Angst bekämpfen und beruhigend wirken.

Benzodiazepine

  • Benzodiazepine wirken durch Verstärkung der Wirkung des inhibitorischen Neurotransmitters GABA (Gamma-Aminobuttersäure).
  • Benzodiazepine wirken anxiolytisch (angstlösend), beruhigend, schlaffördernd, antikonvulsiv (z.B. bei epleptischen Anfällen) und entspannend.
  • Benzodiazepine machen abhängig. Schon nach wenigen Wochen kann es beim Absetzen zu starken Entzugssymptomen kommen.
  • Benzodiazepine sollten deshalb nicht länger als 6 Wochen eingenommen werden.
  • Benzodiazepine sollten nur nach strenger Indikationsstellung verordnet werden.
  • Folgende Nebenwirkungen sind besonders häufig unter der Therapie mit Benzodiazepinen zu beobachten: Benommenheit, Müdigkeit, verschwommenes Sehen.
  • Bei älteren Menschen erhöht die Einnahme von Benzodiazepinen das Sturzrisiko.
  • Benzodiazepine dürfen nicht in Verbindung mit Alkohol eingenommen werden, da es sonst zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen kann.
  • Benzodiazepine können besonders bei Übersosierungen schwere Nebenwirkungen (wie z.B. Atemstillstand) hervorrufen.
  • Benzodiazepine sind in der Schwangerschaft und in der Stilzeit kontraindiziert.

Antidepressiva

  • In der Therapie von Angsterkrankungen werden häufig Antidepressiva eingesetzt.
  • Besonders häufig werden so genannte SSRI (Serotonin Reuptake Hemmer) wie z.B. Cipramil eingesetzt.
  • SSRI haben seltener Nebenwirkungen.

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Tranquillisants - anxiolytiques
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Letztes Update am 28. Oktober 2016 13:12 von MarziaChiriatti.
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