Depression bekämpfen: 10 Tipps für Betroffene

Oktober 2017
Die Depression ist eine der größten Volkskrankheiten. In Deutschland sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung im Alter von 18 bis 65 Jahren von einer behandlungsbedürftigen Depression betroffen, mehr als drei Millionen Menschen. Die Betroffenen empfinden dadurch einen hohen Leidensdruck und eine starke Beeinträchtigung ihres Lebens.


Depression ist eine Krankheit

Eine Depression ist eine Krankheit, die wie jede andere Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden muss. Psychische Krankheiten sind noch immer mit gewissen Stigmata versehen. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Die Hauptsache ist, dass es Ihnen wieder besser geht!

Vertrauen zum Arzt haben

Um Depressionen zu therapieren, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Auch ein Gespräch mit Freunden oder mit der Familie kann den Arztbesuch nicht ersetzen. Nur ein Arzt hat die Fähigkeit, die Schwere der Erkrankung einzuschätzen und die notwendige Therapie einzuleiten.

Medikamente gegen Depression - Antidepressiva

Je nachdem, ob es sich um eine leichte oder um eine schwere Depression handelt, wird der Arzt auch Medikamente verordnen. Viele Menschen haben Vorbehalte, Antidepressiva einzunehmen. Aber: Antidepressiva sind nicht dazu bestimmt, die Persönlichkeit zu verändern, sondern um zu heilen.

Seit ihrer Entdeckung in den 50er Jahren sind Psychopharmaka Gegenstand intensiver Forschung. Heute gibt es mehrere Sorten von Antidepressiva. Ihr Grundprinzip ist sehr einfach: So können sie neben einer stimmungsaufhellenden Wirkung auch eine antriebssteigernde, beruhigende (sedierende) und/oder angstlösende (anxiolytische) Wirkung entfalten. Antidepressiva gleichen eine unzureichende oder übermäßige Produktion von Botenstoffen im Gehirn aus.

Beruhigungsmittel gegen Depression

Bei einigen Depressionen wird der Arzt auch Beruhigungsmittel verschreiben. Die Wirkung dieser Medikamente ist anders als bei Antidepressiva und sie haben Nebenwirkungen, wie Abhängigkeit, falls sie über einen langen Zeitraum verabreicht werden. Ein Beruhigungsmittel reicht aber manchmal aus, um eines der wichtigsten Symptome der Depression - die Angst - zu beseitigen. Beruhigungsmittel werden auch bei Schlafstörungen eingesetzt, die auch bei Depression auftreten können.

Eine Psychotherapie ausprobieren

Wenn Sie unter einer Depression leiden, sollten Sie eine Psychotherapie machen. Es gibt viele Formen, zum Beispiel kognitive Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Psychoanalyse. Ihr Arzt wird Sie beraten, welche Therapieform am geeignetsten für Sie ist.

Hilfe durch das Umfeld bei Depression

Familie, Freunde und Beziehungen spielen eine entscheidende Rolle, um bei Depressionen aus dem "schwarzen Loch" zu kommen. Deshalb beziehen einige Psychotherapeuten die Familie in die Therapie mit ein.

Sport hilft bei Depression

Sport regt die Ausschüttung von Endorphinen an. Das sind bestimmte Neurotransmitter, die Glücksgefühle auslösen können. Sport wirkt somit als natürliches Antidepressivum. Zudem steigert körperliche Aktivität das Selbstwertgefühl und fördert die Körperwahrnehmung.

Licht vertreibt düstere Stimmung

Ein weiteres einfaches Mittel gegen Depression ist Tageslicht. Tageslicht reguliert die Ausschüttung der Hormone Melatonin und Serotonin, die für einen natürlichen Schlafrhythmus sorgen und die Stimmung verbessern.

Auf die Ernährung achten

Auch die Ernährung ist ein Bereich, der bei der Therapie von Depressionen nicht außer Acht gelassen werden sollte. Das Nervensystem braucht einige Nährstoffe, um gegen Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Angstzustände, Nervosität und Stresssituationen anzukämpfen. Dazu gehören Glukose, Eisen, Magnesium und B- Vitamine. Auf den Konsum von Alkohol sollten Sie hingegen verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Medikamente einnehmen.

Über die Erkrankung sprechen

Depressiven Menschen ist es oft peinlich, über Ihre Beschwerden zu reden, weil sie sich lächerlich oder minderwertig fühlen. Überwinden Sie diese Ängste! Sie sollten in Ihrem Umfeld offen über die Erkankung sprechen. Den meisten Patienten tut es gut, gegenüber Familie, Freunden und dem Partner ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.


Foto: © Phovoir – Shutterstock.com

Sortir de la dépression
Sortir de la dépression
Letztes Update am 24. April 2017 10:12 von SilkeCCM.
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