Zystitis in den Wechseljahren

März 2017
In den Wechseljahren leiden viele Frauen häufiger unter einem Harnwegsinfekt. Lesen Sie hier, was Sie gegen die Beschwerden tun können.

Blasenentzündung in den Wechseljahren

In den Wechseljahren werden die Schleimhäute durch die hormonelle Umstellung trockener und damit anfälliger für das Eindringen von Keimen. Davon sind auch die Schleimhäute in der Blase und in der Harnröhre. Zudem senkt sich die Harnblase in den Wechseljahren häufig, was das Eindringen von Keimen in den Harntrakt erleichtert. Aus diese Gründen haben Frauen in den Wechseljahren ein erhöhtes Risiko, an einem Harnwegsinfekt zu erkranken.

Symptome

Die Symptome einer Blasenentzündung in den Wechseljahren sind die selben, wie bei einer "normalen" Blasenentzündung bei prämenopausalen Frauen:

Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen

Ständiger Harndrang

Der Urin riecht in einigen Fällen unangenehm

Blut im Urin, Rückenschmerzen und Fieber können ein Anzeichen für Komplikationen wie eine Nierenbeckenentzündung sein. Suchen Sie bei diesen Symptomen zügig einen Arzt auf.

Diagnose

Die Diagnose wird in der Regel durch eine Urinuntersuchung gestellt. Bei einer Blasenentzündung sind Bakterien im Urin nachweisbar. Eine Urinkultur wird in der Regel nur angelegt, wenn die Patientin unter Komplikationen leidet. Wenn Sie unter häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden, sollten sie einen Urologen konsultieren.

Behandlung

Eine unkomplizierte Blasenentzündung kann zunächst ohne Antibiotika behandelt werden, in dem Sie viel Trinken, um die Keime aus der Blase auszuspülen. Wenn die Blasenentzündung trotz dieser Maßnahmen nicht abklingt oder wenn Komplikationen wie Fieber, starke Schmerzen, Blut im Urin oder Flankenschmerzen auftreten, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Er wird eine Urinuntersuchung veranlassen und ein Antibiotikum verordnen.

Harninkontinenz

In der Menopause können zudem auch Inkontinenzbeschwerden auftreten, da der Östrogenmangel den Muskeltonus schwächer werden lässt. Viele Frauen klagen darüber, dass beim Husten, beim Gehen oder Lachen Urin abgeht. Auch eine Reizblase mit ständigem Harndrang kann die Folge sein. Sie sollten in diesem Falle unbedingt eine Urologen zur genauen Diagnostik und Therapie aufsuchen. Die Behandlungmöglichkeiten reichen von Physiotherapie über medikamentöse Behandlungsansätze bis zu chirurgischen Eingriffen.

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