Schluss mit Verstopfung

Juli 2017
Verstopfung ist ein Problem, unter dem viele Menschen immer wieder leiden. Meist kann mit einfachen Tricks – wie etwa einer Ernährungsumstellung oder mehr Bewegung – Abhilfe geschaffen werden.


Was tun bei Verstopfung?

Verstopfungen sind häufig nicht krankheitsbedingt, sondern treten meist aufgrund von schlechten Ernährungsgewohnheiten und mangelnder körperlicher Bewegung auf. Trotzdem sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie häufig unter Verstopfung leiden, damit eine Erkrankung als Grund ausgeschlossen werden kann. Wenn eine Verstopfung plötzlich auftritt und starke Schmerzen und Übelkeit hinzukommen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, da es sich dabei um Anzeichen für einen Darmverschluss handeln kann.

Wenn keine Erkrankung vorliegt, können Sie Ihre Verdauung mit den folgenden Tricks und Hausmitteln ankurbeln.

Mehr ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen

Wenn Sie unter Verstopfung leiden, sollten Sie Nahrungsmittel essen, die reich an Ballaststoffen sind. Dazu zählen zum Beispiel frisches Obst und Gemüse sowie Trockenfrüchte wie Pflaumen, Aprikosen oder Feigen. Wenn Sie Obst nicht gerne essen, können Sie auch ein Glas Orangensaft (am besten mit Fruchtfleisch) zum Frühstück trinken oder Obst püriert als Smoothie zu sich nehmen (am besten frisch zubereiten).


Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln und Erdnüsse enthalten ebenfalls viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und Verstopfung vorbeugen. Zu viele Nüsse sind zwar nicht ungesund, aber sie sollten bedenken, dass Nüsse sehr viel Fett enthalten, was sich bei langfristig hohem Verzehr auf der Waage bemerkbar machen kann. Als Faustregel gilt: Ein bis zwei Handvoll Nüsse am Tag sind in Ordnung, sättigen aber bereits stark.

Gute Ballaststoffquellen sind auch Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Linsen, weiße Bohnen, Erbsen und Kichererbsen. Auch Kleie regt die Verdauung an: Kleie (zum Beispiel Weizenkleie) fällt bei der Getreide­verarbeitung nach dem Absieben des Mehls an und besteht aus den Samen- und Fruchtschalen sowie dem Keimling des Getreides (nicht den Spelzen!). Kleie ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Eisen und kann zum Beispiel in Müsli oder Joghurt eingerührt werden. Neben Kleie eignen sich dafür auch Leinsamen.

Essen Sie langsam und abwechslungsreich

Essen Sie in Ruhe, ohne Stress und gestalten Sie Ihre Ernährung abwechslungsreich. Kauen Sie Ihr Essen gut durch.

Geregelte Essenszeiten

Durch regelmäßige Essenszeiten lassen sich Verstopfungen verringern.

Ausreichend Trinken

Für eine gute Verdauung benötigt der Körper ausreichend Flüssigkeit. Nehmen Sie deshalb täglich etwa eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich. Dazu zählt natürlich Wasser, sie können aber auch Fruchtsäfte, Suppen und Tees trinken. Auch ein ausreichender Obst- und Gemüsekonsum trägt zur täglichen Flüssigkeitszufuhr bei. Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten sechs bis acht Gläser Wasser.

Den Stuhlgang nicht aufschieben

Sobald das Bedürfnis auftritt, sollte der Stuhlgang durchgeführt werden, denn wartet man zu lange ab, kann die Ausscheidung schwieriger werden.

Stuhlgang zu regelmäßigen Zeiten

Durch regelmäßige Zeiten für den Stuhlgang - etwa am Morgen - lässt sich der Verdauungstrakt "trainieren".

Lassen Sie sich Zeit, wenn sie aufs WC gehen

Zeitmangel und Stress sind Faktoren, die Verstopfung fördern können.

Bewegung

Wenn Sie sich bewegen, wird der Darm angeregt. Leider gilt auch im Umkehrschluss: Menschen, die viel sitzen, können zu Verstopfung neigen. Häufig hilft es schon, regelmäßige Bewegung oder optimalerweise Sport in den Alltag zu integrieren, um eine gute Verdauung aufrechtzuerhalten.

Welche Lebensmittel können zu Verstopfung führen?

Die Liste der Lebensmittel, die zu Verstopfung führen können, ist lang. So bremsen Kakao, Schokolade, Süßigkeiten, Rotwein und Weißbrot die Verdauung. Allerdings ist in den allermeisten Fällen an Verstopfung nicht nur ein einziges Lebensmittel schuld, sondern vielmehr ein "Gesamtpaket" aus ungesunder oder einseitiger, ballaststoffarmer Ernährung, unzureichender Flüssigkeitsaufnahme und Bewegungsmangel.

Medikamente, die zu Verstopfung führen können

Bestimmte Medikamente können das Auftreten von Verstopfung fördern. Dazu zählen zum Beispiel opioidhaltige Schmerzmittel, einige Antidepressiva und Neuroleptika, bestimmte krampflösende Medikamente, einige Anti-Parkinson-Mittel, Eisentabletten und bestimmte Säureblocker. Wenn Sie Medikamente einnehmen und unter Verstopfung leiden, lohnt es sich deshalb, Ihren Arzt oder Apotheker nach möglichen Nebenwirkungen zu fragen.


Foto: © Andrey Popov – 123RF.com

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Letztes Update am 24. April 2017 10:26 von SilkeCCM.
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