Symptome der Alzheimer-Krankheit

April 2017


Erste Anzeichen


In 80 % der Fälle ist eine Gedächtnisstörung das erste Symptom einer Alzheimer Erkrankung. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis ist von den Einschränkungen betroffen, während das Langzeitgedächtnis über einen sehr langen Zeitraum erhalten bleibt.
  • Die Lernfähigkeit vermindert sich.
  • Patienten vergessen Alltägliches wie z.B. Medikamenteneinnahmen, das Bezahlen von Rechnungen etc.
  • Pins und Geheimzahlen werden vergessen.
  • Dinge, die vor kurzem erlebt wurden, werden vergessen.
  • Der Inhalt eines erst kürzlich gelesenen Textes wird vergessen.
  • Betroffene stellen immer wieder die gleiche Frage.
  • Betroffene wiederholen stereotype Bewegungen.
  • Terminvereinbarungen werden vergessen.
  • Der Platz alltäglicher Gegenstände wird vergessen.
  • Telefonnummern werden vergessen.
  • Wichtige Ereignisse oder Geburtstage werden vergessen.

Sprachstörungen: Aphasie


Viele Personen, die unter Alzheimer leiden, sind von einer Aphasie betroffen.
Eine Aphasie geht mit folgenden Einschränkungen einher:
  • Schwierigkeiten, sich mündlich zu äußern;
  • Schwierigkeiten bei Diskussionen;
  • Fehlender Wortschatz;
  • Schwierigkeiten bei der Satzbildung;
  • Wortfindungsstörungen;
  • kleiner Wortschatz;
  • Vertauschen von Wörtern;
  • gestörte Aussprache;
  • Syntax und Grammatik sind nicht nachvollziehbar;
  • Vergessen einfacher Worte, Worte werden durch andere ersetzt;
  • Verständnisprobleme;
  • Zunehmendes Schweigen.

Räumliche und zeitliche Desorientierung


Zeitliche Desorientierung: Datum, Tag und Zeit werden vergessen.
Räumliche Desorientierung: Betroffene wissen nicht mehr, wo sie wohnen, verlaufen sich beim Verlassen des Hauses, wissen nicht. in welcher Stadt sie sind.

Einschränkungen im täglichen Leben


Anpassungen sind nicht mehr möglich, so wird zum Beispiel im Winter Sommerkleidung getragen.
  • Betroffene wissen nicht mehr, wo und was man essen kann.
  • Die Wahrnehmung für den eigenen Körper und das Selbst mindert sich, Betroffene verwahrlosen häufig und nehmen gesundheitliche Probleme nicht mehr wahr.

Verlegen von Gegenständen


Das Verlegen bestimmter Gegenstände an ungeeigneten Orten wird häufiger. So wird zum Beispiel die Zahnbürste in den Kühlschrank gelegt etc..
Es kommt zur Agnosie: vertraute Gegenstände, Umgebungen und Gesichter sind schwerer zu erkennen, im Extremfall werden Angehörige nicht mehr erkannt.
  • Betroffene erkennen sich selbst nicht mehr im Spiegel.

Leerer Kühlschrank


Ein leerer oder ein mit überlagerten Lebensmitteln überfüllter Kühlschrank kann frühes Anzeichen einer Alzheimer Erkrankung sein. Patienten können sich nicht mehr selbst ernähren, das Kochen und Einkaufen wird nicht mehr bewältigt, die Patienten verlieren das Bewusstsein für ein Hungergefühl.
So verlieren 30-40% der Patienten an Gewicht, bevor die Diagnose der Krankheit gestellt wird.

Untersuchen Sie den Kühlschrank


Wenn Sie bei Angehörigen den Verdacht auf eine Alzheimer Erkrankung hegen, sollten Sie deshalb den Zustand des Kühlschranks regelmäßig untersuchen.

Regelmäßiges Wiegen


Sie sollten Ihre Angehörigen außerdem mindestens einmal im Monat wiegen. ,

Stimmungsschwankungen


Stimmungsschwankungen oder inadäquates emotionales Verhalten gehen häufig mit der Erkrankung einher.
  • Patienten können schnell wütend, fröhlich, traurig oder aggressiv werden. Diese Stimmungen schwanken und wechseln innerhalb eines Tages sehr schnell.
  • Außerdem sind Angst, Unruhe, Nervosität und Frustration häufig.
  • Es treten apathische Zustände auf.
  • Die Patienten sind emotional instabil.
  • Häufig treten akustische oder optische Halluzinationen auf.
  • Das Schamgefühl kann verschwinden, Personen werden enthemmt.
  • Zum Teil neigen die Betroffenen zum Fabulieren, erzählte Geschichten bestehen sowohl aus realen als auch aus fiktiven Anteilen.
  • Es kann zu Wahnideen kommen.
  • Im Frühstadium leiden Betroffene häufig unter Depressionen.

Apathie


Apathie ist eine bei Alzheimer sehr typische Verhaltensform. Betroffene zeigen sich an nichts interessiert, sind in sich gekehrt und scheinen "abgestumpft" zu sein.

Unruhe


Es kann immer wieder zu unruhigen, nervösen und angespannten Phasen kommen. Außerdem schwindet die Fähigkeit, Gefühle (Freude oder Trauer) zu empfinden und auszudrücken.

Es kann manchmal sehr schwer fallen, mit Alzheimer-Patienten umzugehen, da der Bezug zur Realität zunehmend verloren geht und die Erkrankten schwer einzuschätzen sind. Trotzdem sollten Sie versuchen, den Erkrankten mit Liebe, Aufmerksamkeit, Geduld und Respekt gegenüberzutreten und sie wie Menschen behandeln, die normal denken, fühlen, leiden und Freude empfinden.

Apraxie: Störung der Bewegungskoordination


Apraxie bezeichnet Schwierigkeiten in der Koordination von Tätigkeiten. Den Patienten fallen zunehmend alltägliche Dinge wie Anziehen, Baden, Kochen etc. schwer.

Antriebslosigkeit


Antriebslosigkeit ist ein typisches Symptom von Alzheimer. Gemeinsam mit Depressionen führt dies schnell in die soziale Isolation.

Andere Probleme im täglichen Leben

  • Schwierigkeiten beim Essen;
  • Alzheimer Patienten müssen vor Unterernährung und Mangelernährung bewahrt werden.
  • Schwierigkeiten beim Schreiben und Zählen.
  • Schwierigkeiten bei der Orientierung, Patienten können nicht mehr alleine das Haus verlassen.

Mangelnde Krankheitseinsicht


Viele Betroffene verleugnen die Erkrankung und versuchen, Defizite zu negieren und zu überspielen.

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Letztes Update am 5. September 2011 10:06 von Dr. Blattmann.
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