Die Chancen für eine erfolgreiche Empfängnis erhöhen

Januar 2017
Schwanger zu werden und sich den Kinderwunsch zu erfüllen, muss man nicht dem Zufall überlassen. Diese Maßnahmen und kleinen Tricks verhelfen zum Erfolg.


Die beste Zeitspanne für die Empfängnis bestimmen

20 Prozent der Paare haben Schwierigkeiten bei der Empfängnis, da sie nicht wissen, wann die fruchtbarsten Tage sind. In der Mitte des Zyklus hat die Frau ihren Eisprung und somit ihre fruchtbarste Zeit. Bei einem 28-tägigen Zyklus ist das der 14. Tag.


Eine Befruchtung kann im Normalfall bis zu vier Tage vor und vier Tage nach dem 14. Zyklustag stattfinden. Die höchste Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden gibt es also in der Zeit zwischen dem 10. und 17. Zyklustag.

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung. Wenn der Zyklus kürzer oder länger als 28 Tage oder unregelmäßig ist, können diese zeitlichen Berechnungen etwas abweichen.

Der Ovulationstest zum Bestimmen des Eisprungs

Beim Ovulationstest handelt es sich um einen Urintest, der den Wert des luteinisierenden Hormons (LH) im Morgenurin misst. Damit lässt sich feststellen, wann das LH seinen Höchstwert erreicht. Dies geschieht ein bis zwei Tage vor dem Eisprung.


Der Wert dieses Hormons ist während des restlichen Zyklus relativ niedrig und nimmt kurz vor dem Eisprung stark zu, wodurch der Eisprung ausgelöst wird. Um diesen Test durchzuführen, taucht man einen Teststreifen in den Urin. Je stärker sich der Streifen färbt, desto fruchtbarer sind die Tage.

Tabakkonsum meiden

Wenn ein Paar ein Kind bekommen möchte, sollten beide Partner auf das Rauchen verzichten.

Auswirkungen von Rauchen auf die Fruchtbarkeit und in der Schwangerschaft

Tabakkonsum ist einer der Hauptgründe für Sterilität bei Männern. Er verringert auch die Fertilität bei Frauen, indem er den Östrogenwert senkt.


Im Fall einer Schwangerschaft gefährdet eine Raucherin ihr Baby sehr.

Das Risiko für eine spontane Fehlgeburt ist bei Raucherinnen dreimal so hoch wie bei Nichtraucherinnen. Bei Frauen, die mindestens ein Päckchen Zigaretten am Tag rauchen, ist das Risiko sogar noch höher.

Rauchen ist außerdem die häufigste Ursache für Frühgeburten. Eine Eileiterschwangerschaft ist bei Raucherinnen doppelt so häufig wie bei Nichtraucherinnen.

Nikotin wird über die Plazenta an den Fötus weitergegeben, dies bezeichnet man als passiven Tabakkonsum in utero. Das Kohlenmonoxid aus dem Zigarettenrauch gelangt ins Blutsystem des Fötus und kann die Sauerstoffzufuhr beschränken.

Daraus ergibt sich ein hohes Risiko für eine Hypertrophie, also ein verringertes Geburtsgewicht des Babys um mindestens 200 Gramm sowie Verminderungen der Größe und des Kopfumfangs des Babys.

Das Risiko, ein Kind zu gebären, dessen Geburtsgewicht 2,5 kg oder weniger beträgt, ist bei Raucherinnen doppelt so hoch wie bei Nichtraucherinnen. Ein geringes Geburtsgewicht bedeutet für das Neugeborene ein höheres Risiko für Komplikationen und eine erhöhte Mortalität.

Alkohol meiden

Alkoholkonsum verringert die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen.

Besteht bereist eine Schwangerschaft, können bereits zwei Gläser Alkohol beim Fötus neurologische Schäden verursachen.

Dieses Phänomen bezeichnet man als Fetales Alkoholsyndrom. Folgen für das Baby können Wachstumsstörungen, Gesichtsdeformationen und geistige Behinderung sein.

Getränke mit Koffein meiden

Werdende Mütter sollten in den ersten fünf Schwangerschaftsmonaten alle Getränke meiden, die Koffein enthalten, um kein Risiko einzugehen.


Einer US-amerikanischen Studie zufolge kann der tägliche Konsum von zwei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen. In dieser Studie wurde erstmals gezeigt, dass bereits geringe Mengen an Koffein während der ersten Schwangerschaftsmonate zu einer Fehlgeburt führen können.

Für die Studie wurden 1000 Frauen beobachtet. Die Frauen, die 200 g Koffein oder mehr (das entspricht zwei Tassen Kaffee oder fünf Dosen koffeinhaltige Limonade) zu sich genommen hatten, erlitten zweimal häufiger eine Fehlgeburt als Frauen, die gar kein Koffein zu sich genommen hatten.

Auf das Gewicht und eine ausgewogene Ernährung achten

Das Gewicht ist ein wichtiger Faktor, den man berücksichtigen sollte, wenn man ein Kind bekommen möchte. Starkes Untergewicht kann zu Unfruchtbarkeit führen. Manchmal genügt es, einfach ein bisschen Gewicht zuzunehmen, um schwanger zu werden.


Auch Übergewicht kann sich auf den Zyklus auswirken und die Chancen auf eine Empfängnis verringern.

Ernährungsempfehlungen zur Verringerung des Infertilitätsrisikos

Laut einer im November 2007 in der Zeitschrift "Obstetrics and Gynecology" erschienenen Studie, die mit 17.000 Frauen durchgeführt wurde, kann eine bestimmte Ernährungsform zusammen mit regelmäßiger körperlicher Aktivität Frauen helfen, leichter schwanger zu werden.


Aus der Studie ergeben sich folgende Empfehlungen:

Ballaststoffreiche Nahrungsmittel essen wie Vollkornbrot, Nudeln, Reis, Obst und Gemüse. Nudeln und Reis sind auch als langkettige Kohlenhydrate empfohlen zu bevorzugen.

Weniger tierisches Eiweiß wie Fleisch und Eier zu sich nehmen, dafür die Zufuhr an pflanzlichem Eiweiß erhöhen, zum Beispiel durch Erbsen, Linsen, Soja und Mandeln.

Vollmilchprodukte statt Leichtmilchprodukte konsumieren. Es besteht die Vermutung, dass ein häufiger Konsum von Leichtmilchprodukten zu Ovulationsstörungen führen kann und so das Risiko für Infertilität erhöht.

Zucker meiden. Nahrungsmittel mit hohem Eisengehalt zu sich nehmen, wie Sardinen, Thunfisch, Hering, weiße Bohnen, Linsen und Kichererbsen, sowie vitaminreiche Nahrungsmittel, wie Obst und Obstsäfte (Vitamin C), Spinat, Kresse, Löwenzahn, Feldsalat und Nüsse (Vitamin B6).

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr

Häufiger Geschlechtsverkehr erhöht die Chancen auf eine Befruchtung. Oft stehen andere Probleme wie etwa ein Absinken der Lust oder Erektionsstörungen regelmäßigem Geschlechtsverkehr im Weg.

Mit Stress umgehen lernen

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Angstzustände die Wahrscheinlichkeit für eine Empfängnis verringern, da in Phasen mit erhöhter Angst oder Spannung ein Eisprung seltener stattfindet oder sogar ausbleiben kann.


Sich zu entspannen, Selbstbewusstsein aufzubauen, sich Zeit zum Träumen und zum Lesen zu nehmen, Sport zu machen: all das sind Elemente, die dazu beitragen können, die Chancen auf eine Empfängnis zu erhöhen.

Für Personen, die unter ständigem Stress stehen, kann auch der Besuch bei einem Psychologen oder Psychiater hilfreich sein, um zu lernen, wie man sich entspannt.

Mit der Verhütung aufhören

Das klingt logisch und naheliegend, wird aber trotzdem manchmal vergessen.

Geduld haben

Manchmal braucht es einfach etwas Zeit, bis man schwanger wird, daher ist Geduld gefragt. Mehr als die Hälfter der Frauen, die es im ersten Jahr nicht schaffen, werden im Laufe des zweiten Jahres schwanger.


Nach zehn bis zwölf Monaten mit unverhütetem Geschlechtsverkehr sollte eine Frau unter 35 normalerweise schwanger werden - falls nicht, sollte sie ihren Gynäkologen konsultieren.

Frauen über 35 sollten schon früher zum Arzt gehen, nämlich schon dann, wenn es nach sechs bis acht Monaten noch nicht geklappt hat.

Anomalien erkennen, die sich behandeln lassen

Weißer Ausfluss kann ein Anzeichen für eine Vaginalinfektion sein. Auch ein unregelmäßiger Zyklus kann behandelt werden.


Schmerzen während der Regel oder während sexueller Kontakte können ein Anzeichen für Endometriose (Auswüchse der Gebärmutterschleimhaut) sein, die für Unfruchbarkeit veranwortlich sein kann.

Schweres Übergewicht und starkes Untergewicht können die Fertilität beeinträchtigen. Auch Eingriffe im Bauchbereich, die sich unter Umständen auf die Durchlässigkeit der Eileiter ausgewirkt haben, können die Furchtbarkeit einschränken.

Keine Hemmungen haben, einen Arzt aufzusuchen

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, ist die Bereitschaft, über das Problem zu reden und einen Arzt aufzusuchen, ein wichtiger Schritt, der dem Paar helfen kann.


Foto: © Voronin76 - Shutterstock.com

Lesen Sie auch



Comment avoir un bébé ?
Comment avoir un bébé ?
General advice for infertility
General advice for infertility
Concederse un máximo de oportunidades para tener un niño
Concederse un máximo de oportunidades para tener un niño
Letztes Update am 30. November 2016 01:30 von SilkeCCM.
Das Dokument mit dem Titel "Die Chancen für eine erfolgreiche Empfängnis erhöhen" wird auf CCM Gesundheit (gesundheit.ccm.net) unter den Bedingungen der Creative Commons-Lizenz zur Verfügung gestellt. Unter Berücksichtigung der Lizenzvereinbarungen dürfen Sie das Dokument verwenden, verändern und kopieren, wenn Sie dabei CCM Gesundheit deutlich als Urheber kennzeichnen.