Unfruchtbarkeit - Viele Paare sind betroffen

März 2017

Unfruchtbarkeit - Viele Paare sind betroffen


Für viele Paare ist es richtiger Schock, festzustellen, dass sie Probleme haben, Kinder zu zeugen.
  • Schätzungen zufolge sind ca. 15 % der deutschen Paare von dem Problem betroffen.
  • Unfruchtbarkeit betrifft geschätzte 80 Millionen Menschen weltweit.
  • Das Ansteigen dieser Zahlen in den letzten Jahren ist größtenteils auf das höhere Alter bei der ersten Schwangerschaft zurückzuführen.
  • Als Fertilität bezeichnet man die biologische Fähigkeit von Paaren, lebende Kinder auf die Welt zu bringen.
  • Von Infertilität spricht man, wenn die Fähigkeit, Nachkommen zu gebären, vermindert oder nicht vorhanden ist.
  • Infertilität bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein Paar niemals Kinder bekommen kann.
  • Von völliger Sterilität spricht man, wenn ein Paar definitiv nicht im Stande ist, Kinder zu zeugen.
  • Die Fertilität ist von Person zu Person und von Paar zu Paar unterschiedlich.
  • Von primärer Infertilität spricht man bei Frauen, die trotz Versuchen noch nie schwanger wurden.
  • Von sekundärer Infertilität spricht man bei Frauen, die bereits schwanger wurden bei denen die Schwangerschaft aber nicht zu Ende geführt werden konnte.
  • In etwa 40 % der Fälle liegen die Gründe für die Infertilität bei der Frau, in 30% beim Mann, und in 15% bei beiden Partnern.
  • Die künstliche Befruchtung oder assistierte Reproduktion kann Paaren helfen, die unter Empfängnisproblemen leiden.
  • 4% bis 5 % der Paare werden als definitiv steril angesehen.
  • Die Ursache von 10% bis 15 % aller Sterilitätsfälle lässt sich nicht erklären.
  • Über 50 % aller In-Vitro-Befruchtungen werden bei Frauen über 35 Jahren durchgeführt.
  • Die Erfolgsrate einer In-Vitro-Befruchtung liegt bei etwa 23%, bei einer künstlichen Befruchtung sind es etwa 11% (Zahlen vom Zentrum für Biomedizin 2005).
  • Im Alter von 25 Jahren hat ein Paar pro Zyklus eine etwa 25 %ige Chance, ein Kind zu bekommen.
  • 84% der Frauen werden bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung nach einem Jahr schwanger.
  • 92% der Frauen werden bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung nach zwei Jahren schwanger.
  • 60 % der Paare mit Fertilitätsproblemen zeugen nach einem Jahr ein Baby.

Bedeutung des Alters der Mutter

  • 94 % der 35 jährigen Frauen und 77 % der 38 jährigen Frauen werden nach 3 Jahren mit regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung schwanger.
  • Die Fertilität der Frau erreicht ihr Maximum im Alter von ca. 20 Jahren, dann nimmt die Fertilität bis zum Alter von 30 bis 35 Jahren langsam ab. Danach sinkt sie bedeutend rascher.
  • Die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zu bekommen, beträgt:
    • 25% je Zyklus mit 25 Jahren;
    • 15% je Zyklus mit 35 Jahren;
    • 6% je Zyklus mit 40 Jahren.

Das Alter des Vaters

  • Die männliche Fertilität erreicht im Alter von 30 bis 34 Jahren ihren Höhepunkt.
  • Ab dem Alter von 35 bis 40 Jahren sinkt die Fertilität meist wieder ab.

Zyklus und Befruchtung

  • Der weibliche Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung;
  • Der Eisprung findet etwa zwischen dem 12. und 16. Tag vor Beginn der nächsten Regelblutung statt;
  • In jedem Zyklus produziert einer der weiblichen Eierstöcke eine Eizelle, die beim Eisprung in den Eileiter freigesetzt wird, wo sie von einer Samenzelle befruchtet werden kann.
  • Beim Geschlechtsverkehr werden Millionen von Samenzellen, die in den Hoden produziert wurden, in den hinteren Teil der Vagina abgegeben. Ein kleiner Anteil gelangt über den Uterushals zu den Eileitern
  • Für eine Befruchtung genügt es, wenn es einer einzigen Samenzelle gelingt, in die Eizelle einzudringen.
  • Die befruchtete Eizelle wandert dann in Richtung Gebärmutter und nistet sich nach einigen Tagen in der Gebärmutterschleimhaut ein.

Weibliche Sexualhormone

  • Die Sexualhormone spielen eine wichtige Rolle im Ablauf des menstruellen Zyklus und der Befruchtung.
  • Die weiblichen Sexualhormone werden in 3 Bereichen freigegeben:
    • Der Hypothalamus, der über der Hypophyse liegt, produziert GnRH.
    • Die Hypophyse, eine Drüse, die an der Hirnbasis liegt, produziert die Gonadotropine LH und FSH.
    • Die Eierstöcke produzieren Östrogen.
  • Die Hormone regulieren sich untereinander.
  • GnRH wirkt sich auf die Ausschüttung der Gonadotrophine aus, diese regulieren die Produktion der Sexualhormone durch die Eierstöcke.
  • Östrogen hemmt die Ausschüttung von GnRH, LH und FSH
  • Die Hormone LH und FSH ermöglichen den Einsprung.
  • FSH lässt den Follikel reifen.
  • LH löst den Eisprung aus.

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