Risiken von intensivem und exzessivem Sport

Dezember 2017
Wenn Sie exzessiv Sport treiben, kann dies negative Auswirkungen auf den Körper und die Psyche haben. Welche Gesundheitsgefahren durch Sport auftreten können, erfahren Sie hier.


Erhöhung des Verletzungsrisikos

Das regelmäßige und exzessive Ausüben einer Sportart kann zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen. Art und Schwere der Verletzungen sind von der Sportart, vom Alter des Sportlers und von der Intensität des Trainings abhängig.



Je nach Sportart können unterschiedliche, typische Verletzungsmuster auftreten. So kommt es beim Schwimmen vermehrt zu Sehnenscheidentzündungen im Schulterbereich. Radfahren führt oft zu einer Schädigung der Sehnen im Knie (13 Fälle auf 100.000 gefahrene Kilometer).

Laufen ist Studien zufolge für etwa acht bis 20 Prozent der Sportverletzungen verantwortlich. Laufen verursacht oft Probleme an der Kniescheibe, Sehnenentzündungen am Knie und/oder am Knöchel sowie erschöpfungsbedingte Frakturen. Diese Verletzungen treten besonders häufig auf, wenn Laufen als Wettkampfsport betrieben wird.

Arthrose

Das intensive Ausüben von Sport - vor allem bestimmter Sportarten wie Fußball, Hockey oder Tennis - hat ein erhöhtes Arthroserisiko zur Folge. Das Risiko erhöht sich weiter, wenn sich der Sportler ernsthaft im Gelenkbereich verletzt (zum Beispiel Kreuzbandriss). Leistungssport ist hier besonders gesundheitsschädlich.


Gemäßigte sportliche Betätigung wiederum kann einen positiven Effekt bei Arthrose haben.

Gefahren für Kinder und Frauen beim Sport

Bei Kindern im Wachstum muss man vor allem auf eine mögliche Überbeanspruchung der Wachstumsfugen (Epiphyse) achten.


Bei Frauen kann intensives Training zu einer Störung des Zyklus führen. Folgen können zum Beispiel das Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe) sein.

Psychische Risiken

Stress

Zu intensives Training kann Sportler ängstlicher und anfälliger für Stress werden lassen.

Sucht

Neuere Studien schätzen den Anteil der suchtgefährdeten Personen unter Sportlern auf etwa vier Prozent aller Sporttreibenden.

Eine Sportsucht tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Trainingsniveau, soziales und familiäres Umfeld und ein starkes Verlangen nach Abwechslung und neuen Erlebnissen können diese Anfälligkeit positiv oder negativ beeinflussen.

Unter Extremsportlern sind Langstreckenläufer und Bodybuilder am häufigsten von einer Sucht betroffen. Bei Frauen spielt oft auch Magersucht als Ursache für zu viel Sport eine Rolle (sekundäre Sportsucht).

Sport wird dann aus einem Zwang heraus ausgeübt und bei Entzug treten Symptome auf wie Depressionen, innere Unruhe, Gereiztheit und Kopfschmerzen. Die Folgen von Sportsucht können schwerwiegend sein: Einerseits wird der Bewegungsapparat überlastet und bekommt nicht genug Zeit für die Regeneration, was zu einem Leistungsverlust und sogar Muskelabbau führen kann, andererseits werden Krankheiten, Verletzungen oder Schmerzen bewusst ignoriert, so dass langfristige Schäden die Folge sein können.

Foto: © Marcos Mesa Sam Wordley - Shutterstock.com

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Letztes Update am 6. Dezember 2017 14:52 von SilkeCCM.
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