Die Risiken intensiver und exzessiver sportlicher Tätigkeit

April 2017


Exzessives Sporttreiben

  • Wenn Sie exzessiv Sport treiben, kann dies zu körperlichen und psychologischen Problemen führen.

Erhöhung des Verletzungsrisikos

  • Das regelmäßige und exzessive Ausüben einer Sportart kann zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen.
  • Art und Schwere der Verletzungen sind von der Sportart, vom Alter des Sportlers und von der Intensität des Trainings abhängig.
  • Je nach Sportart können unterschiedliche "typische" Verletzungsmuster auftreten.

Schwimmen


Beim Schwimmen treten vermehrt Sehnenscheidentzündungen im Schulterbereich auf.

Radfahren


Radfahren führt oft zu Schädigung der Sehnen im Knie (13 Fälle auf 100 000 gefahrene Kilometer).

Laufen

  • Laufen führt oft zu Problemen an der Kniescheibe, Sehnenentzündungen am Knie und/ oder am Knöchel und zu erschöpfungsbedingten Frakturen.
  • Diese Verletzungen treten besonders häufig auf, wenn Laufen als Wettkampfsport betrieben wird.
  • Laufen ist den Studien zufolge für etwa 8% bis 20% der Sportverletzungen verantwortlich.

Arthrose

  • Das intensive Ausüben von Sport - vor allem von bestimmten Sportarten wie z.B. Fußball, Hockey oder Tennis - hat ein erhöhtes Arthroserisiko zur Folge.
  • Das Risiko erhöht sich weiter, wenn sich der Sportler ernsthaft im Gelenkbereich verletzt (z.B. Kreuzbandriss).
  • Gemäßigte sportliche Betätigung wiederum kann einen positiven Effekt bei Arthrose haben.

Kinder


Bei Kindern im Wachstum muss man vor allem auf eine mögliche Überbeanspruchung der Wachstumsfugen (Epiphyse) achten.

Frauen

  • Intensives Training kann bei Frauen zu einer Störung des Zyklus führen.
  • Folgen können z.B. verspätete Pubertät oder Ausbleiben des Eisprungs sein.

Psychische Risiken

Stress


Zu intensives Training kann Sportler ängstlicher und stressanfälliger werden lassen.

Sucht

  • Neuere Studien schätzen den Anteil der "suchtgefährdeten" Personen unter Sportlern auf etwa 4% aller Sporttreibenden.
  • Eine Abhängigkeit tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen.
  • Trainingsniveau, soziales und familiäres Umfeld und ein starkes Verlangen nach Abwechslung und neuen Erlebnissen können diese Anfälligkeit positiv oder negativ beeinflussen.
  • Unter Extremsportlern sind Langstreckenläufer und Bodybuilder am häufigsten von einer Sucht betroffen.

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Letztes Update am 8. März 2013 23:15 von Dr. Blattmann.
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