Warum ist Sport gesund?

Juli 2017
"Sport ist gut für die Gesundheit": Viele von uns hören diesen Satz schon, seit sie Kinder waren. Doch warum ist das so? Hier erfahren Sie, warum Sport gut für den Körper und die Psyche ist.


Sport: Auswirkungen auf den Körper

Unsere Vorfahren mussten sich ständig bewegen, um zu überleben: Sie mussten Nahrung sammeln, jagen und große Strecken zu Fuß bewältigen. Deshalb ist unser Körper darauf ausgerichtet, aktiv zu sein. Wenn wir Sport treiben, verändert sich unser Stoffwechsel: Der Körper verbrennt Kalorien und stellt von Zucker- auf Fettverbrennung um. Das hilft, überschüssige Pfunde loszuwerden und beugt Erkrankungen wie Diabetes vor. Daneben wird durch Bewegung Muskelmasse aufgebaut. Da Muskelmasse einen höheren Kalorien-Grundumsatz hat als Fettgewebe, steigt so sogar in der Ruhephase der Energieverbrauch des Körpers.

Weitere Argumente für Sport: Sport stärkt den Herzmuskel, hilft, die Blutgefäße elastisch zu halten, senkt langfristig den Blutdruck, verbessert die Atmung, senkt den Cholesterinspiegel und stärkt das Knochengewebe.

Kann Sport auch Nachteile haben?

Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit sprechen dafür, regelmäßig Sport zu treiben. Wenn Sie jedoch langfristig unsachgemäß trainieren und sich ständig überlasten, kann Sport auch Nachteile haben. In diesem Fall drohen zum Beispiel Bänderverletzungen oder Knorpelschäden. Denken Sie deshalb daran, Ihrem Körper nach dem Sport ausreichend Zeit zur Regeneration zu geben und wärmen Sie sich vor jedem Training gut auf.


Passen Sie außerdem die sportlichen Anforderungen an Ihre Leistungsfähigkeit an: So empfiehlt es sich vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen, den Arzt für eine Check-Up-Untersuchung aufzusuchen, bevor Sie beginnen, Sport zu treiben. Für viele Erkrankungen gibt es außerdem spezielle Sportangebote, wie etwa ärztlich begleitete Herzsportgruppen oder spezielle Trainingsprogramme für Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparats.

Einfluss von Sport auf die Psyche

Sport hat nicht nur positive Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern verbessert auch die psychische Gesundheit. Sport und Bewegung sind deshalb inzwischen fester Bestandteil in der Behandlung psychischer Erkrankungen, etwa bei Depressionen und Angsterkrankungen. Zum einen macht man sich hier den Effekt zunutze, dass Bewegung hilft Stress abzubauen, zum anderen werden durch Sport Endorphine ("Glückshormone") im Körper ausgeschüttet, die die Stimmung positiv beeinflussen. Außerdem wird durch regelmäßige Bewegung die Blutversorgung im Gehirn verbessert. Das steigert die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung und hilft, die mentale Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Foto: © Jason Stitt - Shutterstock.com

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Letztes Update am 17. Januar 2017 09:24 von SilkeCCM.
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