Sexuelle Probleme bei Frauen

Februar 2017


Schmerzen beim Sex: Dyspareunien

  • Von Dyspareunie spricht man, wenn bei einer Frau während des Geschlechtsverkehrs Schmerzen auftreten.
  • Die Schmerzen, die bei sexuellen Kontakten auftreten, sind oft brennend oder krampfartig und treten im Bereich der Vagina oder des Bauches auf.
  • Die Schmerzen können nach dem Geschlechtsverkehr nachlassen, oder auch andauern.
  • Bei primären Dyspareunien treten die Schmerzen bereits bei den ersten sexuellen Kontakten auf.
  • Bei sekundären Dyspareunien treten die Schmerzen erst später auf, zunächst verläuft der Geschlechtsverkehr noch schmerzlos. Für diese Art von Dyspareunien ist oft eine Infektion verantwortlich.
  • Die Gründe für Dyspareunien sind zahlreich, unter den häufigsten sind:
    • Wiederholte vaginale Pilzkrankheiten;
    • Infektionen des Uterushalses;
    • Dammrisse;
    • Ein Dammschnitt;
    • Eierstockzysten;
    • Endometriose;
    • Manchmal kann auch eine Fehlbildung zu Dyspareunien führen;
    • Manche Dyspareunien haben psychologische Ursachen.


Schmerzen, die bei Dyspareunien auftreten, sollten sexuelle Beziehungen nicht bestimmen. Aus diesen Schmerzen kann eine große Angst vor Penetration entstehen. Diese Befürchtungen führen oft dazu, dass die Muskeln um die Vagina zusätzlich angespannt sind, wodurch der ursprüngliche Schmerz noch verstärkt wird.

Vaginismus

  • Ein Vaginismus - auch Scheidenkrampf genannt- verhindert jegliche vaginale Penetration.
  • Der Penis kann nicht in die Scheide eingeführt werden, ohne dass dabei starke Schmerzen ausgelöst werden
  • Vaginismus ist durch Krämpfe und eine Verengung der vaginalen Muskeln gekennzeichnet, wodurch beim Penetrationsversuch Schmerzen auftreten.
  • Die beim Vaginismus empfundenen Schmerzen sind unterschiedlich- einige Frauen leiden unter von einem leichten Zwicken, andere Frauen spüren einen starken brennenden Schmerz.

Primärer Vaginismus

  • Der primäre Vaginismus, ist die häufigste Form und tritt bereits bei den ersten sexuellen Kontakten auf.
  • Der Schmerz tritt zum Beispiel auch beim Einführen eines Tampons, oder bei einer gynäkologischen Untersuchung mit Spekulum ein.
  • Frauen, die davon betroffen sind, empfinden oft Scham, Ekel und Schuldgefühle in Bezug auf ihre Sexualität und die Sexualität im Allgemeinen.
  • Von manchen Spezialisten wird der Begriff "Koitusphobie" verwendet.
  • Die Geschlechtsorgane weisen keine Anomalien auf

Gründe für Vaginismus

  • Unkenntnis des eigenen Körpers die Frau kennt ihren Körper, ihre Sexualorgane - insbesondere die Vagina und Klitoris - schlecht.
  • Viele Frauen, die von Vaginismus betroffen sind, befriedigen sich nicht selbst.
  • Strenge Erziehung;
  • Auch sexueller Missbrauch in der Kindheit kann ein Grund für Vaginismus sein;
  • Ein zu dickes Hymen, als "mechanische Anomalie", kann ebenfalls zu Schmerzen bei sexuellen Kontakten führen. Diese Anomalie ist allerdings keine Ursache für einen Vaginismus.


Manche Paare führen ein Sexualleben, bei dem die Penetration keine Rolle spielt. Der Vaginismus der Frau wird dann erst bei einer Sterilitätsuntersuchung festgestellt.
Zögern Sie eine Untersuchung nicht hinaus - die Hilfe eines Arztes oder Sexualtherapeuten können Sie dieses Problem lösen.

Sekundärer Vaginismus

  • Sekundärer Vaginismus tritt erst später auf, nach einer Phase, in der sexuelle Kontakte noch schmerzlos ablaufen.
  • Mögliche Gründe :
    • Sexueller Missbrauch;
    • Psychologischer Schock;
    • Zu brutaler Partner;
    • Sexuell übertragbare Krankheiten;
    • etc.

Wie behandelt man Vaginismus?


"Wenn man darüber reden kann, ist der erste Schritt schon getan". Als erstes sollte man das Problem mit seinem Arzt besprechen, der die Frau dann an einen Spezialisten weiterleiten kann. Patientinnen mit Vaginismus mit psychologischem Ursprung kann oft durch eine Psychotherapie oder eine Psychoanalyse geholfen werden. Das Entdecken und Akzeptieren des eigenen Körpers sind entscheidende Prozesse, die der Patientin helfen können.

Was bringt der Besuch beim Spezialisten?


Er ist vor allem nötig, um die Gründe zu verstehen, die für die Krämpfe verantwortlich sind, die so schmerzhaft sein können. Dieser Prozess kann mehrere Wochen oder länger in Anspruch nehmen. Er hilft der Frau dabei, die Ursachen ihrer Probleme zu verstehen und ihre Sexualität besser auszuleben. Die Frau lernt dabei:
  • wie der eigene Körper, die Scheide, die Klitoris funktioniert;
  • eine Ent-Dramatisierung des Geschlechtsaktes;
  • Schuldgefühle abzubauen;
  • zu verstehen, dass sich viele Frauen in dieser Situation befinden;
  • Muskelübungen durchzuführen, durch die die "Funktionsweise" der verschiedenen Körperteile, insbesondere der erogenen Zonen, besser verstanden werden kann.
  • Während der ersten Wochen der Behandlung sind Zärtlichkeiten möglich, sexuellen Kontakte werden allerdings nicht empfohlen.
  • Nach einigen Behandlungswochen an Beratung ist Geschlechtsverkehr oft wieder möglich.

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