Säuglingsernährung von 0 bis 6 Monate

November 2017
In den ersten Lebensmonaten bekommen Babys ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Mit Beikost wird frühestens nach dem abgeschlossenen vierten Lebensmonat begonnen.


Empfehlungen für die Ernährung von Säuglingen (0 bis 6 Monate)

In den ersten Lebensmonaten besteht die Ernährung von Babys aus Muttermilch oder alternativ Säuglingsmilch. Muttermilch ist dabei als Säuglingsnahrung am besten geeignet, weil sie optimal auf die Bedürfnisse von Babys abgestimmt ist. Wenn Sie stillen, gibt dabei das Baby die Häufigkeit und die Menge der Stillmahlzeiten vor. Wenn Ihr Kind am Anfang häufig trinkt, wird sich dies mit der Zeit einpendeln, so dass nach und nach größere Mengen getrunken werden und ihr Baby seltener Hunger hat. Säuglingsmilch kann als Ersatz oder Ergänzung für Muttermilch verwendet werden.

Wenn Sie nicht stillen oder wenn Sie stillen und zusätzlich Säuglingsmilch füttern, sollten Sie eine auf das Alter des Babys abgestimmte Säuglingsmilch verwenden. Pre-Milch ist der Muttermilch am ähnlichsten. Diese Milch enthält als Zucker ausschließlich Laktose (Milchzucker) und keine weiteren Kohlenhydrate. Die Pre-Milch ist für die ersten sechs Lebenswochen des Babys gut geeignet und kann, wenn Ihr Baby davon satt wird, auch darüber hinaus gegeben werden. Falls Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind von der Pre-Milch nicht mehr genügend gesättigt wird, können Sie auf eine sogenannte 1er-Milch umstellen. 1er-Babymilch enthält weitere Kohlenhydrate und damit mehr Kalorien als Pre-Milch. Außerdem ist 1er-Milch sämiger und verbleibt so länger im Magen-Darm-Trakt.


Eine 2er-Folgemilch ist für die Ernährung des Babys ab dem sechsten Lebensmonat geeignet. Sie enthält mehr Nährstoffe und Kalorien und ist in der Eiweißstruktur der Muttermilch weniger angeglichen als 1er-Milch und Pre-Milch. Daneben enthält Folgemilch mehr Jod und Eisen. Eine Umstellung ist jedoch nicht unbedingt notwendig, da das Baby in diesem Alter auch schrittweise an die Beikost herangeführt wird und auf diesem Wege Nährstoffe und Energie erhält. Manchmal ist es sogar ungünstig, in dieser Phase eine extrem sättigende Milch zu füttern, da das Baby schlichtweg zu satt ist, um mit Freude und Neugier Beikost auszuprobieren.

Daneben gibt es noch Hypoallergen-Milch (abgekürzt HA) für Babys, die allergiegefährdet sind, sowie spezielle Säuglingsernährung für Babys, die zu Reflux neigen. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme oder ihrem Kinderarzt zur Auswahl einer geeigneten Säuglingsnahrung beraten.

Säuglingsmilch: Praktische Hinweise

Achten Sie bei der Zubereitung und beim Säubern der Fläschchen auf eine sehr gute Hygiene. In der warmen Milch bilden und vermehren sich Bakterien sehr schnell. Verfüttern Sie keine Milchreste, da Sie sonst Infektionen riskieren.


Die empfohlene Menge für jedes Fläschchen kann dem Appetit des Kindes angepasst werden, solange man dabei innerhalb vernünftiger Grenzen bleibt. In der Regel kommt auf 30 Milliliter Wasser ein Messlöffel Milchpulver. Beachten Sie immer die Packungsanleitung zur Fläschchenzubereitung. Kinder trinken unterschiedlich schnell. Pro Fläschchen sollte das Kind aber nicht länger als 30 Minuten brauchen. Zwingen Sie das Kind nie, sein Fläschchen auszutrinken. Ihr Baby signalisiert Ihnen, wann es satt ist.

Das Kind muss die beim Trinken geschluckte Luft in Form von Bäuerchen wieder hinausbefördern. Dies geschieht während der Trinkpausen und nach dem Trinken.

Respektieren Sie den Rhythmus Ihres Babys: Man sollte bei den Essenszeiten nicht zu streng sein und versuchen, das Kind so selten wie möglich aufzuwecken.

Beikost: Wann starten?

Wenn Ihr Baby nach und nach neugierig auf Nahrung wird, ist der Zeitpunkt gekommen, schrittweise mit der Einführung von Beikost zu beginnen. Allerdings sollten Sie nicht vor dem abgeschlossenen vierten Lebensmonat starten, denn das Baby muss in der Lage sein, den Kau-Schluck-Reflex zu koordinieren, um sich nicht zu verschlucken. Die Einführung von Beikost gelingt schrittweise und mit Geduld. Gleichzeitig sollte zunächst weiter gestillt oder mit Flaschennahrung gefüttert werden. Nach und nach kann eine Milchmahlzeit von einer Breimahlzeit abgelöst werden.


In der Regel wird mit einem Gemüsebrei aus einer einzigen Zutat begonnen. Später folgen Fruchtbrei, Getreidebrei und dann fein püriertes Fleisch, Fisch und weitere Zutaten. Einen Plan für die Beikost-Ernährung im ersten Lebensjahr finden Sie hier. Denken Sie daran, dass jedes Kind individuell verschieden ist. Babys funktionieren nicht nach einer Tabelle, in der steht, welches Lebensmittel im siebten, achten neunten oder zehnten Monat zur Ernährung gehören sollte. Achten Sie auf die Vorlieben Ihres Kindes und führen Sie es mit Zeit und Geduld an feste Nahrung heran.

Foto: © Oksana Kuzmina – 123RF.com

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Letztes Update am 21. November 2017 06:36 von SilkeCCM.
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