Fehlgeburt

Februar 2017


Fehlgeburt

  • Eine Fehlgeburt ist ein spontaner Abort des Embryos oder des Fötus vor Ende des sechsten Schwangerschaftsmonats.
  • Fehlgeburten treten häufig in der frühen Schwangerschaft vor der 10. Schwangerschaftswoche auf.
  • Eine Fehlgeburt ist ein sehr traumatisches Erlebnis für die Eltern.
  • Das Auftreten von Unterleibsschmerzen und Blutungen kann eine Fehlgeburt ankündigen. Sie sollten dringend einen Arzt aufsuchen.
  • Über 10% der Schwangeren haben im ersten Schwangerschaftstertial eine Fehlgeburt.
  • 50% der befruchteten Eier nisten sich nicht ein.


Im Vergleich zu 20 Jährigen erleiden 40 jährige Schwangere doppelt so häufig Fehlgeburten.

Die Ursachen für Fehlgeburten


Die Ursachen für Fehlgeburten sind vielfältig. Häufige Ursachen sind:
  • Chromosomenstörungen;
  • Späte Fehlgeburten sind häufig mit uterinen Fehlbildungen verknüpft;
  • Infektionen wie Toxoplasmose und Listeriose;.
  • Hypothyreose;
  • Gestationsdiabetes;
  • Rauchen;
  • Alkohol;
  • Kaffee: Der tägliche Konsum von zwei Tassen Kaffee während der Schwangerschaft, kann das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.
  • Amniozentese: Das Risiko einer Fehlgeburt liegt nach einer Amniozentese bei etwa 0,5% bis 1%
  • Intensiver Sport in der frühen Schwangerschaft. Eine Studie zeigt, dass Frauen, die mehr als sieben Stunden Sport pro Woche treiben, 3,5 % mehr Fehlgeburten erleiden.
  • Etc.

Kann man nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?


Frauen können nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden. Sie sollten sich und Ihrem Körper aber 2-3 Zyklen Zeit lassen, um die Fehlgeburt zu verkraften.

Die Folgen einer Fehlgeburt

  • Wenn die Fehlgeburt spontan erfolgt ist, muss eine Ultraschalluntersuchung klären, ob der Fötus vollständig entfernt wurde. Wenn dies der Fall ist, muss kein weiterer medizinischer Eingriff vorgenommen werden.
  • Wenn im Uterus noch Gewebereste nachweisbar sind müssen diese entfernt werden, um Infektionen und Blutungen zu vermeiden. Dies kann durch eine Aspiration oder eine Ausschabung unter Vollnarkose erfolgen.
  • Bei einer späten Fehlgeburt ist wegen des erhöhten Blutungsrisikos ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.
  • Schmerzen und Blutungen können nach einer Fehlgeburt einige Zeit anhalten.

Achtung:
  • Warten Sie mehrere Zyklen ab, bis Sie erneut schwanger werden.
  • Baden und Schwimmen sollte für mindestens eine Woche vermieden werden.

Untersuchungen nach einer Fehlgeburt

  • Nach einer ersten Fehlgeburt müssen keine besonderen Untersuchungen vorgenommen werden.
  • Wenn Sie mehrere Fehlgeburten erlitten haben, ist eine Untersuchung (Ultraschall, Blutwerte etc.) ratsam.
  • Die Ursache für Fehlgeburten wird nicht immer herausgefunden.

Psychologische Folgen einer Fehlgeburt


Eine Fehlgeburt ist ein traumatisches Erlebnis für beide Eltern. Besonders für Frauen ist der Verlust des ungeborenen Kindes besonders schmerzhaft. Viele Paare erleben nach einer Fehlgeburt eine schwierige Episode in der Partnerschaft.
  • Wenn Sie eine erneute Schwangerschaft anstreben, sollten Sie vorher das Vertrauen in die Beziehung wiederherstellen.
  • Sprechen Sie über die Geschehnisse und Ihre Ängste.
  • Zögern Sie nicht, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Unausgesprochene Ängste und zu viel Stress können eine erneute Schwangerschaft verhindern.
  • Viele Frauen erinnern sich lange Zeit an die Fehlgeburt.
  • Fehlgeburten können die psychologische Entwicklung des nächsten Babys stören.
  • Fehlgeburten können Auswirkungen auf bereits geborene Kinder haben. (Schlafstörungen, Unruhe, Traurigkeit ...). Sie sollten die Situation, so gut es geht, mit Ihren Kindern besprechen. Kinder spüren die Stimmungen von Eltern.

Was zu tun ist

  • Akzeptieren Sie die Fehlgeburt.
  • Versuchen Sie zu trauern.
  • Nach Ansicht vieler Experten sind dies entscheidende Schritte, um eine weitere Schwangerschaft zu akzeptieren. Manche Psychologen empfehlen, den Namen des verlorenen Kindes in ein Familienbuch einzutragen, nachdem das Ereignis aufgetreten ist.
  • Besprechen Sie Ihre Ängste, Sorgen und Trauer mit Ihrem Partner.
  • Zögern Sie nicht, die Hilfe eines Psychologen in Anspruch zu nehmen.
  • Beziehen Sie den Vater in die Therapie mit ein.

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