Fehlgeburt

April 2017
Eine Fehlgeburt tritt besonders häufig in den frühen Schwangerschaftswochen auf. Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft verringert sich die Wahrscheinlichkeit, eine Fehlgeburt zu erleiden.


Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt ist ein spontaner Abort des Embryos oder des Fötus vor Ende des sechsten Schwangerschaftsmonats. Fehlgeburten treten häufig in der frühen Schwangerschaft vor der zehnten Schwangerschaftswoche auf. Die meisten Fehlgeburten ereignen sich noch, bevor die Schwangerschaft festgestellt wird, da sich etwa 50 Prozent der befruchteten Eizellen nicht einnisten. In dieser Phase nimmt die Frau den Abort als normale Monatsblutung wahr.


Eine Fehlgeburt ist ein sehr traumatisches Erlebnis für die Eltern, auch wenn sie in der Phase der sehr frühen Schwangerschaft eintritt, zum Beispiel in der fünften oder sechsten Schwangerschaftswoche, wenn sie die Schwangerschaft gerade erst festgestellt haben.

Anzeichen für eine Fehlgeburt

Die Anzeichen für eine Fehlgeburt hängen davon ab, wie und zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft der Abort eintritt. Häufigstes Anzeichen sind plötzlich eintretende, starke Blutungen aus der Scheide, die vom Aussehen her der Periode ähneln können. Besonders in der frühen Schwangerschaft können auch Schmierblutungen auftreten. Auch wehenartige Schmerzen sind Fehlgeburt-Anzeichen. Schmerzen und Blutungen sollten in der Schwangerschaft deshalb immer möglichst schnell beim Arzt abgeklärt werden.

Die Ursachen für Fehlgeburten

Die Ursachen für Fehlgeburten sind vielfältig. Häufige Ursachen sind Chromosomenstörungen, Fehlbildungen in der Gebärmutter, Infektionen wie Toxoplasmose und Listeriose, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Schwangerschaftsdiabetes sowie Rauchen und Alkoholkonsum der Schwangeren. Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt steigt mit dem Alter der Frau an. Das Risiko einer Fehlgeburt liegt nach einer Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) bei etwa 0,5 bis 1 Prozent. Eine Studie hat gezeigt, dass Frauen, die mehr als sieben Stunden Sport pro Woche treiben, 3,5 Prozent mehr Fehlgeburten erleiden.

Wie hoch ist das Risiko für eine Fehlgeburt?

Gerade in den ersten zwölf Wochen ist eine Schwangerschaft sehr labil, weil die Einnistung der Eizelle, die Zellteilung und die Bildung der Plazenta ein komplizierter und störanfälliger Vorgang sind. In der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche liegt das Risiko für eine Fehlgeburt bei etwa 18 Prozent und sinkt danach kontinuierlich ab. Als Faustregel gilt: Wenn die Herzaktivität des Kindes im Ultraschall festgestellt werden kann (etwa ab der 8. Woche), reduziert sich das Risiko für eine Fehlgeburt auf etwa zehn Prozent. Ist die zwölfte Schwangerschaftswoche erreicht, kann man davon ausgehen, dass die Schwangerschaft in den meisten Fällen bestehen bleibt. Ab der 17. Schwangerschaftswoche reduziert sich das Risiko einer Fehlgeburt auf zwei bis drei Prozent.

Kann man nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?

Frauen können nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden. Sie sollten sich und Ihrem Körper aber zwei bis drei Zyklen Zeit lassen, um die Fehlgeburt zu verkraften.

Die Folgen einer Fehlgeburt

Wenn die Fehlgeburt spontan erfolgt ist, muss eine Ultraschalluntersuchung klären, ob der Fötus vollständig entfernt wurde. Wenn dies der Fall ist, muss kein weiterer medizinischer Eingriff vorgenommen werden.


Wenn im Uterus noch Gewebereste nachweisbar sind, müssen diese entfernt werden, um Infektionen und Blutungen zu vermeiden. Dies kann durch eine Aspiration oder eine Ausschabung unter Vollnarkose erfolgen.

Bei einer späten Fehlgeburt ist wegen des erhöhten Blutungsrisikos ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.

Untersuchungen nach einer Fehlgeburt

Nach einer ersten Fehlgeburt müssen keine besonderen Untersuchungen vorgenommen werden. Wenn Sie mehrere Fehlgeburten erlitten haben, ist eine Untersuchung (Ultraschall, Blutwerte usw.) ratsam, um die Ursache festzustellen. Die Ursache für Fehlgeburten wird allerdings nicht immer herausgefunden.

Psychologische Folgen einer Fehlgeburt

Eine Fehlgeburt ist ein traumatisches Erlebnis für beide Eltern. Besonders für Frauen ist der Verlust des ungeborenen Kindes besonders schmerzhaft. Viele Paare erleben nach einer Fehlgeburt eine schwierige Episode in der Partnerschaft. Nehmen Sie sich beide Zeit, um um das ungeborene Kind zu trauern. Ihr "Sternenkind" und die Erinnerung an das Ereignis werden zu Ihrem Leben gehören.


Wenn Sie eine erneute Schwangerschaft anstreben, sollten Sie vorher das Vertrauen in die Beziehung wiederherstellen und mit Ihrem Partner offen über die Geschehnisse und Ihre Ängste sprechen. Zögern Sie nicht, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn unausgesprochene Ängste und zu viel Stress können eine erneute Schwangerschaft verhindern.

Denken Sie auch daran, dass eine Fehlgeburt Auswirkungen auf bereits geborene Kinder haben kann (zum Beispiel Schlafstörungen, Unruhe und Traurigkeit). Sie sollten die Situation so gut es geht mit Ihren Kindern besprechen. Kinder spüren die Stimmungen ihrer Eltern.

Foto: © akz – 123RF.com

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Letztes Update am 8. März 2017 05:24 von SilkeCCM.
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