Die Entbindung

August 2017
Irgendwann ist es soweit: der Tag, an dem Ihr Baby auf die Welt kommt, ist da. Viele Frauen blicken mit einer Mischung aus Aufregung und Nervosität auf das Ereignis.


Entbindung und Geburt

Die Dauer der Entbindung ist unterschiedlich. Erstgebärende benötigen für die Entbindung in der Regel zwischen acht und 14 Stunden. Bei Frauen, die schon Kinder geboren haben, verkürzt sich die Dauer der Entbindung auf etwa vier bis sieben Stunden. Allerdings handelt es sich hier um grobe Richtwerte. Eine Entbindung kann deutlich schneller verlaufen, aber auch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Ablauf einer normalen Entbindung

Die ersten Anzeichen

In der Regel nehmen Frauen die Wehen vor der Entbindung anders wahr als die Wehen während der Schwangerschaft. Wenn die Wehen regelmäßiger kommen (etwa alle 20 bis 30 Minuten), werden Sie merken, dass die Entbindung naht. In dieser Phase bereiten sich die meisten Schwangeren vor und fahren ins Krankenhaus. Auch das sogenannte Zeichnen (Abgang von Schleim und etwas Blut) kann die nahende Entbindung ankündigen.


Achtung: Wenn die Fruchtblase platzt, sollten Sie sich hinlegen und einen Krankenwagen rufen, der Sie liegend ins Krankenhaus transportiert. So verhindern Sie, dass sich die Nabelschnur einklemmen kann. Dies gilt ebenfalls, wenn Blutungen auftreten oder das abgehende Fruchtwasser schwärzlich, gelblich oder grünlich verfärbt ist. Dies ist ein medizinischer Notfall!

Die Eröffnungsphase

In der Eröffnungsphase kommen die Eröffnungswehen etwa im Abstand von 20 Minuten. Die meisten Schwangeren sind zu diesem Zeitpunkt im Kreißsaal angekommen. Um die Stärke der Wehen abzuschätzen und die Herzaktivität des Babys zu kontrollieren, werden zunächst ein CTG geschrieben und der Muttermund überprüft.

In der Eröffnungsphase springt häufig die Fruchtblase, falls sie das nicht schon vor Geburtsbeginn getan hat. Falls die Geburt ins Stocken gerät, kann die Hebamme die Fruchtblase auch mit einem kleinen Haken öffnen. Das ist absolut schmerzlos. Am Ende der Eröffnungsphase kommen die Wehen etwa alle zwei Minuten, werden stärker und dauern länger an.

Die Übergangsphase

In der Übergangsphase werden die Wehen deutlich stärker und schmerzhafter. Der Muttermund ist nun voll geöffnet, so dass die Austreibungsphase beginnen kann. Bis zur Geburt des Babys dauert es nun nicht mehr lange.

Die Austreibungsphase

In dieser Phase kommt es zum Pressdrang, da der Kopf des Babys nun schon sehr tief ins Becken gerutscht ist. Die Presswehen kommen etwa jede Minute und können bis zu 90 Sekunden andauern. In den kurzen Pausen kann die Mutter durchatmen, bevor der Pressdrang wieder einsetzt und der Kopf des Babys schließlich aus der Scheide austritt.


Die Hebamme gibt zu diesem Zeitpunkt genaue Anweisungen, wann die Frau pressen soll und welche Geburtsposition optimal ist, um den Damm zu schützen und die Geburt zu beschleunigen. Mit jeder weiteren Presswehe schiebt sich der Körper des Kindes durch den Geburtskanal. Schließlich ist das Baby auf der Welt.

Die Nachgeburt

Das Baby ist endlich da! Es wird von Schleim befreit und untersucht. Wenn alles in Ordnung ist, wird das Kleine der Mutter auf den Bauch gelegt. Ein magischer Moment des ersten Kontakts und des Kennenlernens. Anschließend wird die Nabelschnur durchtrennt. Mit einigen Nachwehen, die das Zusammenziehen der Gebärmutter fördern, löst sich die Plazenta langsam von der Gebärmutterwand und wird mit den Eihäuten, die das Baby umgeben haben, ausgestoßen.


Die Hebamme kontrolliert, ob die Nachgeburt vollständig ist, da keine Reste im Körper der Mutter verbleiben dürfen. Nun können Sie sich vollständig auf Ihr Baby konzentrieren. Sie beide haben die Geburt gemeistert und müssen sich jetzt kennenlernen und erholen.

Schmerzen bei der Geburt

Eine Geburt ist etwas Wunderschönes – aber Sie bereitet auch Schmerzen. Informieren Sie sich schon im Voraus, wie Sie die Schmerzen bei der Geburt lindern können. Zur Verfügung stehen zum Beispiel medikamentöse Maßnahmen oder eine Peridualanästhesie, aber auch natürliche Entspannungsmethoden, die man im Vorfeld erlernen muss.

Foto: © Viktoria Gavrilina - Shutterstock.com

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Letztes Update am 4. März 2017 09:25 von SilkeCCM.
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