Tierhaarallergie

Januar 2017
Fast in jedem zweiten Haushalt leben Tiere: In Deutschland leben etwa 10 Millionen Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen, Hamster und Mäuse. Der Trend geht in letzter Zeit besonders zur Haltung von Kleintieren wie Meerschweinchen, Chinchillas und Ratten. Leider lösen Haustiere bei vielen Menschen Allergien aus.



Tierhaarallergien

  • Die Allergien werden durch den Kontakt mit Tierhaaren, Urin und Speichel ausgelöst.
  • Die Tiere übertragen bei der Fellpflege Speichel auf ihre Haare. Viele Menschen reagieren auf die im Speichel enthaltenen Proteine allergisch.
  • Allergische Reaktionen sind unabhängig davon möglich, ob es sich um ein lang- oder kurzhaariges Fell handelt.
  • Im Wohnbereich können sich an vielen Stellen Allergene ansammeln. Häufig ist dies in Teppichen, Kleidung und Gardinen der Fall. Dort können sich Allergene über mehrere Monate halten. Allergien sind somit auch noch dann möglich, wenn das Tier sich gar nicht mehr in der Wohnung befindet.
  • Wenn Sie oder ein Mitglied ihrer Familie unter Allergien leidet, sollten Sie sich vor Anschaffung eines Haustieres von einem Allergologen individuell beraten lassen.

Katzen

  • Katzen lösen häufig Allergien aus. Dies kann zum Beispiel eine allergische Rhinitis oder ein allergisches Asthma sein. Schutz vor eventuellen Allergien bietet nur das absolute Meiden von Katzen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Katzen bei Kindern sehr beliebt sind und ein Haustier aus psychologischer Sicht für Kinder sehr wichtig sein kann.
  • Wenn Sie allergisch auf Katzen reagieren, können sie auch Symptome entwickeln, wenn Sie keinen direkten Kontakt mit dem Tier hatten. Beispielsweise können auch Katzenhaare auf der Kleidung anderer Personen allergische Erscheinungen auslösen.
  • Katzenhaarallergien treten unabhängig von Rasse, Farbe und Felllänge des Tieres auf.
  • Erste Symptome treten manchmal selbst Monate oder Jahre nach dem ersten Kontakt mit einer Katze auf.
  • Viele Menschen leben sogar schon mehrere Jahre mit einer Katze zusammen, bis plötzlich allergische Symptome auftreten.

Kreuzallergien


Eine Kreuzallergie tritt in Verbindung von Hunde- und Pferdehaarallergie auf. Viele Menschen reagieren auch gleichzeitig auf Schweine allergisch.

Tipps zur Verringerung einer Katzenhaarallergie

  • Auch wenn dies eine schwierige Entscheidung für Sie ist: Wenn Sie allergisch reagieren, ist es das Beste, das Tier abzugeben.
  • Die Katze sollte einmal pro Woche gewaschen werden, um Urin und Speichel aus dem Fell zu entfernen.
  • Reinigen Sie regelmäßig das Katzenklo.
  • Das Katzenklo sollte in einer separaten Ecke oder auf dem Balkon stehen.
  • Das Tier sollte sich nicht mit Allergikern im selben Raum aufhalten.
  • Saugen Sie häufig Ihre Matratzen und Kissen ab.
  • Lüften Sie regelmäßig ihre Wohnung.
  • Saugen Sie regelmäßig Staub. Katzenallergene befinden sich vor allem im Hausstaub.
  • Waschen Sie häufig ihre Kleidung. Dies gilt vor allem für die Kleidung allergischer Familienmitglieder.

Hunde


Der Speichel von Hunden ist weniger allergen als der Speichel von Katzen.

Nagetiere


Immer mehr Menschen entwickeln allergische Reaktionen gegen Nagetiere wie Hamster, Meerschweinchen, Ratten und Mäuse. Das allergene Potential der Nager ist sehr hoch. Die Tiere lösen mitunter auch schwerwiegende Reaktionen aus. Wenn der Urin der Tiere trocknet, können sich die enthaltenen allergenen Proteine in der Luft verteilen und so Reaktionen auslösen. Vor allem bei Kindern werden Allergien auf Chinchillas immer häufiger beobachtet. Zwischen 3 und 20% der Personen, die in Tierlaboratorien arbeiten, leiden unter einer Tierallergie.

Pferde und Ponys


Pferdeallergene können schwere asthmatische Reaktionen auslösen. Diese Reaktionen sind auch möglich, wenn der Betroffene keinen direkten Kontakt mit dem Tier hatte. Manchmal reicht schon die Anwesenheit auf einem Reiterhof oder die Berührung von kontaminierter Reitkleidung aus, um allergische Symptome auszulösen.

Vögel


Vogelfedern an sich sind nur selten allergen. Die Federn können allerdings viele andere Allergene wie etwa Milben enthalten. Getrockneter Vogelkot verwandelt sich zu Staub und kann so eingeatmet werden. Dieser Staub kann schwere allergische Reaktionen verursachen.
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Letztes Update am 29. September 2013 22:14 von Dr. Blattmann.
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