Allergische Rhinitis

April 2017
Viele Menschen leiden unter Allergien. Besonders häufig ist ein allergischer Schnupfen, der in der Fachsprache als allergische Rhinitis bezeichnet wird.


Allergische Reaktionen an Nase und Augen

Eine allergische Rhinitis ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut, die durch Allergene wie Pollen oder Tierhaare verursacht wird. Häufig verursacht die Allergie auch Symptome an den Augen (allergische Konjunktivitis). Die Kombination aus einer allergischen Entzündung der Augen und der Nasenschleimhaut bezeichnet man als allergische Rhinokonjunktivitis.

Allergische Rhinitis und allergisches Asthma

Die allergische Rhinitis und das allergische Asthma sind ebenfalls eng miteinander verknüpft. Da die Zellwände von Nase und Bronchien ähnlich aufgebaut sind, reagieren sie auch ähnlich auf Allergene. So leiden bis zu 40 Prozent der Rhinitis-Patienten zusätzlich unter einem allergischen Asthma und Patienten, die unter allergischem Asthma leiden, entwickeln in bis zu 80 Prozent der Fälle zeitgleich eine allergische Rhinitis. Deshalb ist es wichtig, Patienten, die an einem allergischen Schnupfen leiden, auch auf allergisches Asthma zu untersuchen.

Reizstoffe

Unspezifische Reizstoffe können die Beschwerden bei einem allergischen Schnupfen verschlimmern. So reagieren Betroffene zum Beispiel empfindlicher auf Farbstoffe, Lösungsmittel oder Tabak. Deshalb sollten Sie Reizstoffe möglichst meiden und vor allem auf das Rauchen verzichten.

Symptome einer allergischen Rhinitis

Bei einer allergischen Rhinitis treten typischer Weise folgende Symptome auf: Jucken der Nase, ständiges Niesen, Schnupfen, klarer Nasenausfluss und das Gefühl einer "verstopften Nase", das bis zum Verlust des Geruchssinnes führen kann. Häufig tritt begleitender Juckreiz an Gaumen, Ohren oder Augen auf. Außerdem kann eine Allergie zu Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und Schlafstörungen führen. Ein allergischer Schnupfen kann akut oder chronisch auftreten.

Die chronische allergische Rhinitis

Bei einer chronischen allergischen Rhinitis leiden die Betroffenen ständig unter Niesen, Schnupfen und klarem Nasenausfluss. Die häufigsten Auslöser für eine chronische allergische Rhinitis sind Milben und Tierhaare. Manchmal dauert es sehr lange, bis die Diagnose allergische Rhinitis gestellt werden kann. Hundertprozentige Klarheit über das auslösende Allergen bringt nur ein Allergietest.

Die akute saisonale Rhinitis - Heuschnupfen

Patienten, die unter einer akuten, saisonalen Rhinitis (auch Heuschnupfen genannt) leiden, haben jedes Jahr im gleichen Zeitraum über wenige Wochen diesen allergischen Beschwerden. In mehr als 80 Prozent der Fälle werden die Beschwerden durch Pollen verursacht.

Behandlung von allergischer Rhinitis

Die beste Behandlungsform bei allergischen Symptomen ist es, sich dem Allergen so wenig wie möglich auszusetzen. Je nach auslösendem Allergen ergeben sich daraus verschiedene Handlungsempfehlungen. Wenn Sie unter einer Pollenallergie leiden, sollten Sie zum Beispiel den Pollenflugkalender beachten und blühende Wiesen und Felder meiden. Waschen Sie abends Ihre Haare und wechseln Sie die Kleidung, um Allergene zu entfernen. Sind Hausstaubmilben Auslöser für den allergischen Schnupfen, sollten Sie Ihre Wohnung möglichst staubfrei halten und spezielle Matratzen- und Bettbezüge für Allergiker verwenden.

Die Symptome einer allergischen Rhinitis können mit Medikamenten wie Antihistaminika behandelt werden, die die übermäßige Ausschüttung von Histamin im Körper bremsen. Lokal können abschwellende oder in schwereren Fällen auch kortisonhaltige Nasensprays helfen. Dauerhaft beseitigen können Sie die allergischen Symptome nur durch eine Hyposensibilisierung.

Für die Wirksamkeit von Homöopathie bei allergischen Symptomen gibt es keine wissenschaftlich anerkannten Belege.

Hausmittel gegen allergischen Schnupfen

Als Hausmittel hat sich das Inhalieren mit Kochsalzlösung bewährt. Beim Inhalieren wird die Nasenschleimhaut befeuchtet, was die allergischen Symptome lindern kann. Bringen Sie Wasser in einem Topf zum Kochen und lösen Sie ein bis zwei Teelöffel Kochsalz darin. Nehmen Sie den Topf vom Herd und inhalieren Sie den (nicht zu heißen) Dampf für etwa zehn Minuten. Wenn Sie ein paar Pfefferminzblätter im Wasser mitkochen, erreichen Sie durch die ätherischen Öle eine abschwellende und schleimlösende Wirkung.

Foto: © ljupco – 123RF.com

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Letztes Update am 21. März 2017 07:41 von SilkeCCM.
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