Das Wochenbett

Januar 2017


Das Wochenbett


Als Wochenbett bezeichnet man die Zeitspanne vom Ende der Entbindung bis zur Rückbildung der geburtsbedingten Veränderungen. Diese Phase dauert typischerweise etwa sechs bis acht Wochen. Nach der Geburt wird die Frau einige Tage im Krankenhaus betreut und dann nach Hause entlassen.

Wochenbett kurz nach der Geburt


In den ersten Tagen nach der Geburt sollten Mutter und Kind im Krankenhaus betreut werden.
  • Es wird geprüft, ob die Nachwehen einsetzen.
  • Eventuell auftretende Blutungen werden überwacht.
  • Der Blutdruck wird kontrolliert.
  • Die Nachgeburt (Plazenta) wird kontrolliert.
  • Es wird Hilfe beim Stillen angeboten.
  • Das Baby wird beobachtet.

Blutungen

  • Die sogenannten Wochenblutungen treten kurz nach der Geburt auf.
  • Die Farben und Gerüche werden regelmäßig kontrolliert, um Infektionen rechtzeitig zu erkennen.
  • Blutungen können in den ersten Tagen nach der Geburt häufiger auftreten.
  • Die stärksten Blutungen dauern etwa 7-10 Tage an und verschwinden dann nach 2-3 Wochen.
  • Zunächst ist das Blut hellrot, innerhalb der nächsten Tage wird die Farbe rosa und wechselt dann in ein klares Braun.


Wenn Blutungen länger als 3 Wochen andauern, plötzlich stark auftreten oder einen übel riechenden Geruch aufweisen, sollten Sie dringend Ihren Gynäkologen aufsuchen. Messen Sie regelmäßig Ihre Temperatur, um Infektionen frühzeitig zu erkennen.

Unterleibsschmerzen

  • Sie halten etwa 5-10 Tage an;
  • Sie verringern sich innerhalb einer Woche;
  • Eine Untersuchung ist dann erforderlich, wenn der Schmerz länger als 10 Tage anhält oder sehr stark ist.


Während der Stillzeit können Unterleibskrämpfe auftreten, da sich die Gebärmutter zurückbildet.

Die Blase


Das Auftreten von Harninkontinenz nach der Entbindung ist ein häufiges Phänomen, da Damm, Beckenboden und Blase durch die Geburt geschwächt sind. Die Heilung der Wunden im Dammbereich benötigt etwa 4 bis 6 Wochen.

Müdigkeit


Fast alle Frauen leiden nach der Geburt unter Müdigkeit. Dies kommt von den Anstrengungen bei der Geburt, vom Schlafmangel und von den Anstrengungen beim Stillen. Sie sollten sich daher viel Ruhe gönnen.
Versuchen Sie, Besuche von Familienangehörigen und Freunden zu verkürzen.

Verstopfung

  • In den ersten Tagen nach der Geburt kann es zu Verstopfungen kommen.
  • Fragen sie nach Medikamenten, wenn sich die Verstopfung nach ein paar Tagen nicht bessert.
  • Die Wunde am Damm sollte Sie nicht daran hindern, auf die Toilette zu gehen.

Hämorrhoiden


Nach der Schwangerschaft und Geburt treten häufig Hämorrhoiden auf, da die Venen und Muskeln überlastet wurden.

Die Rückkehr der normalen Monatsblutung


Wenn Sie das Baby nicht stillen, setzen innerhalb des ersten Monats wieder normale Monatsblutungen ein. Wenn Sie das Kind stillen, treten die Blutungen erst wieder 3 bis 6 Monate nach der Geburt auf.

der Geschlechtsverkehr


Geschlechtsverkehr ist erst 4-6 Wochen nach der Geburt wieder zu empfehlen.

Empfängnisverhütung


Es ist möglich, direkt nach der Entbindung wieder schwanger zu werden.
  • Die meisten Frauen haben ihren Eisprung nicht unmittelbar nach der Geburt, sondern erst einen bis eineinhalb Monate später.
  • 10% der Frauen bekommen bereits kurz nach der Entbindung wieder einen Eisprung.


Es ist schwierig, mit Genauigkeit den Zeitpunkt des ersten Eisprungs nach der Geburt zu bestimmen. Der Eisprung kann jedoch jederzeit nach der Geburt auftreten.

Es ist notwendig, Kondome zur Empfängnisverhütung zu verwenden.
  • Für stillende Frauen gilt:
    • Die Pille mit Östrogenen sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
    • Die Micro Pille (Minipille mit Progesteron) kann 10 Tagen nach der Entbindung wieder eingenommen werden. Sie muss zu regelmäßigen festen Zeiten eingenommen werden.

Frauen, die nicht stillen:
  • Sie sollten eine Pillenpause einlegen, bis wieder normale Monatsblutungen eintreten.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme über die Verhütungsmethoden beraten.

Hygiene nach jedem Toilettengang

  • Bäder und Scheidenspülungen sind für mehrere Wochen nicht zu empfehlen, denn durch die Öffnung des Gebärmutterhalses nach der Geburt können Infektionen entstehen.
  • Wählen Sie eine PH-neutrale Seife, um sich nach dem Wasserlassen zu reinigen.
  • Den Bereich nach dem Toilettengang gut abspülen und abtrocknen. Für weitere Informationen

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Letztes Update am 28. Juni 2011 17:50 von Dr. Blattmann.
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