Reflux und Erbrechen

Februar 2017



Reflux und Erbrechen


Über 30% der Kinder haben einen "gastroösophagealen Reflux", der auch "Sodbrennen" genannt wird. Dabei fließt Mageninhalt in die Speiseröhre zurück. Durch das Sodbrennen entsteht ein Brechreiz. Wenn Ihr Kind häufig erbricht, oder unter Sodbrennen leidet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Wenn Kleinkinder unter 2 Monaten ab und zu brechen, ist die Ursache meist harmlos. Der Brechreiz verschwindet meist binnen weniger Monate, wenn die Nahrung umgestellt wird oder das Kind lernt, aufrecht zu sitzen. Wenn der Brechreiz jedoch stark ist und das Kind Probleme hat, genügend Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen, kann dies die Entwicklung und das Wachstum des Kindes maßgeblich beeinträchtigen.

Erbrechen sollte als anormal bezeichnet werden, falls es

  • lange nach dem Essen oder Trinken auftritt.
  • in der Nacht auftritt.
  • häufig und reichlich auftritt.
  • auftritt, wenn man das Baby in die Wickelposition bringt.
  • wenn Blutspuren im Erbrochenen sind.
  • wenn begleitend Kopfschmerzen auftreten.
  • wenn eine Ösophagitis (Entzündung der Speiseröhre) auftritt.
  • wenn Wachstumsverzögerungen auftreten.

Anzeichen für harmloses Erbrechen

  • Würgreiz kurz nach den Mahlzeiten
  • Nicht sehr große Menge von Erbrochenem
  • Auftreten in den ersten drei Monaten
  • Keine Auswirkung auf Wachstum und Entwicklung des Babys
  • Normaler Appetit

Wie Sie Sodbrennen vermeiden können

  • Setzen Sie ihr Kind während des Essens aufrecht.
  • Stellen Sie sicher, dass der Bauch des Babys nicht zu sehr eingeengt wird.
  • Sie sollten die Windel nicht zu eng schließen.
  • Vermeiden Sie Klumpen in der Flasche.
  • Nach den Mahlzeiten sollte sich das Baby einen Moment entspannen.
  • Vermeiden Sie das Rauchen in der Nähe von Kindern.
  • Vermeiden Sie Fruchtsäfte und Getreideerzeugnisse.
  • Verwenden Sie dicke Milch oder Mehl zum Andicken der Milch.
  • Um einen Reflux zu vermeiden sollte die Öffnung im Sauger eng sein und wenig Flüssigkeit durchlassen.
  • Lassen Sie längere Zeiträume zwischen den Mahlzeiten.
  • Sie sollten das Baby nach dem Füttern in Ihren Armen halten.
  • Füttern Sie keine übermäßigen Mengen.
  • Nehmen Sie sich Zeit für die einzelnen Mahlzeiten.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, welche Milch für das Baby empfehlenswert ist.
  • Wenn Kinder unter starkem Reflux leiden, kann der Arzt spezielle säurehemmende Medikamente verschreiben.
  • Wenn die Nahrung aus dem Magen ungehindert in die Speiseröhre zurückfließen kann, muss bei einigen Babys operativ eine so genannte "Antirefluxplastik" angelegt werden, um die Verbindung zwischen Speiseröhre und Magen zu verengen.
  • Um zu beurteilen, was die Ursache für den Reflux ist, sind manchmal Untersuchungen wie eine pH-Metrie und eine Endoskopie notwendig.

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